Mit Cumulus Bedürftigen helfen

ST.GALLEN. Eine junge St. Gallerin unterstützte zwei Jahre lang erfolgreich mit Cumulus-Karten Bedürftige. Dann stellte die Migros das expandierende Projekt in Frage. Ein halbes Jahr lang hat Debora Buess gekämpft – nun lenkt die Migros ein.

TIMO POSSELT

«Ich bin total erleichtert», sagt Debora Buess. Seit Monaten rang die 21-Jährige mit der Migros. Am Mittwoch erhielt sie von Seiten der Migros nun die Zusicherung, dass ihr Projekt gerettet ist. «Vor zwei Jahren hatte ich die Idee, dass man mit den Einkaufsgutscheinen der Cumulus-Karte Bedürftige unterstützen könnte», erklärt Buess. Ohne Unterstützung der Migros lancierte sie eine sogenannte «Solikarte» und sammelte mit Freunden und Bekannten innert zwei Jahren mehrere tausend Franken in Form von Einkaufsgutscheinen. Diese wurden via Solidaritätsnetz Ostschweiz an Sans-Papiers und Flüchtlinge verteilt. Doch im letzten Januar kam der Schock: Die Migros wollte die «Solikarten» stoppen. Es folgte ein monatelanges Seilziehen um das Fortbestehen der «Solikarte». Erst als sie an die Medien trat, lenkte die Migros ein. Monika Weibel, Mediensprecherin der Migros, verweist darauf, dass man mit Debora Buess in Mailkontakt gestanden und ihr schon im April eine «kulante Lösung» vorgeschlagen habe – «die wir nun noch etwas erweitert haben».

Tagblatt, 05. Juli 2012

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