Erfreuliche Universität im März 2017

Islamophobie, Rechtsextremismus und das koloniale Erbe – wie wir dem Rassismus begegnen

Eine Reihe in Zusammenarbeit mit dem CaBi-Antirassismustreff.

Dienstag, 14. März, 20.15 Uhr
«Bleibe weiss, wie eine Lilie» – Schwarze Frauen, Schweizer Geschichte und Rassismus
Professorin für diesen Abend: Jovita dos Santos Pinto
Die Spurensuche geht von versklavten Frauen, Völkerschauen und Missionstöchtern im 19. Jahrhundert über Nationalratskandidatinnen und schwarze Feministinnen in den 1980er Jahren bis zu heutigen Afroschweizerinnen, die sich als Heidi des 21. Jahrhunderts verstehen. Die Geschichte schwarzer Frauen in der Schweiz ist auch eine Geschichte von kolonialem Rassismus, die mit der Kategorie Geschlecht verschränkt ist und unsere Gesellschaft weiterhin prägt. Jovita dos Santos Pinta ist wissenschaftliche Assistentin im Bereich Postkolonialismus am Zentrum für Geschlechterforschung an der Universität Bern.

Dienstag, 21. März, 20.15 Uhr
Islamfeindlichkeit – Strategien der Ausgrenzung
Professor für diesen Abend: Oliver Wäckerlig
Wie Muslimen und Muslimas die Zugehörigkeit zur Gesellschaft abgesprochen wird, um diese neu zu denken: In der Islamfeindlichkeit manifestieren sich Nieder- und Untergangsvorstellungen, die auf radikale Veränderungen drängen. Oliver Wäckerlig studierte Soziologie und Religionswissenschaft und verfasste seine Abschlussarbeit zum Schweizer Minarettkonflikt. Er doktoriert am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Zürich zu «Vernetzung gegen ‚Islamisierung’».

Dienstag, 28. März, 20.15 Uhr
Der braune Bär tanzt in neuen Kleidern
Professor für diesen Abend: Hans Stutz


Mitte Oktober 2016 feierten über 5000 Naziskins im toggenburgischen Unterwasser. Sie blieben unbehelligt von Polizei und Staatsanwaltschaft. Es war eine Art ‚Veteranentreffen‘, die Skin-Subkultur hat kaum noch Zulauf. Doch Rechtsextremismus ist in der Schweiz weiterhin präsent. Eine Spurensuche. Hans Stutz ist Journalist in Luzern. Er beobachtet seit über zwanzig Jahren die rechtsextreme Szene in der Schweiz.


Internationaler Bodensee-Friedensweg

„Von der Kriegslogik zu einer Friedenskultur – unser Weg“

Der traditionelle Internationale Bodensee-Friedensweg mit jeweils rund 800 Teilnehmenden führt dieses Jahr am Ostermontag, 17. April mit der Fähre Romanshorn ab 10:36 Uhr nach Friedrichshafen. Um 11:30 Uhr besammeln wir uns bei der Fähre zum Demonstrationszug durch die Stadt. Unterwegs werden drei kurze Reden gehalten: Anna Rieger zum Thema „Rüstungs­konversion“, Claudia Haydt zu „Zivile Konfliktlösung, aber wie?“ und Nationalrätin Claudia Friedl zu „Europa und die Solidarität mit den Menschen in der Osttürkei“. Nach einer Mittagspause mit Verpflegungs­mög­lichkeiten und Musik spricht zum Abschluss Uno-Korrespondent Andreas Zumach (Genf) zum Thema „Friedenskultur entwickeln – die zentrale Herausforderung für uns alle.“ Die Veranstaltung endet um 15:15 Uhr, anschliessend findet ein Podium mit allen RednerInnen statt.

Näheres zu Programm, Anreise und den Veranstaltern: www.bodensee-friedensweg.org

Ostermontag, 17. April 2017, 11:30 – 15:15/16:20 Uhr in Friedrichshafen.
Fähre Romanshorn ab 10:36 Uhr.