Appenzellerland

Im Appenzellerland tritt das Solidaritätsnetz vor allem in zwei Regionen in Erscheinung:
Mit verschiedenen Projekten im Appenzeller Mittelland (vor allem im Rotbachtal) und mit Deutschkursen im Appenzeller Hinterland (Herisau). Daneben betreuen Solinetzmitglieder in allen Regionen Asylsuchende in ihren Dörfern.

Alle Nothilfe-Bezüger des Kantons Appenzell Ausserrhoden sind in einem Haus in Bühler untergebracht.
Die dort lebenden Personen dürfen sich nur im Appenzeller Mittelland frei bewegen. Das Verbot, nach St. Gallen zu gehen, stellt ein Problem dar, da sich dort das Solihaus mit dem Mittagstisch und die Integra mit Gratis-Deutschkursen befinden. Es gibt dort auch viel günstigere Einkaufsmöglichkeiten (z.B. Caritas-Laden, ALDI, LIDL), was bei einem Einkommen von 8 Fr. pro Tag ins Gewicht fällt.
Glücklicherweise hat die katholische Kirchgemeinde in Bühler am 3. Juli 2017 im Kafi55 eine „Verteilbar“ eröffnet, wo nun jeden Montagabend von der Schweizer Tafel gelieferte Lebensmittel abgeholt werden können.

Neben den offiziellen Projekten bieten wir Kirchen und Schulen an, den Unterricht zusammen mit ein bis zwei Asylsuchenden zu besuchen. Die direkte Begegnung zwischen Schweizer Jugendlichen und Asylsuchenden kann Vorurteile abbauen und dazu beitragen, dass die Einheimischen die Asylsuchenden nicht mehr als Bedrohung ansehen. Die ersten Erfahrungen sind sehr ermutigend.

Die Solinetz-Regionalgruppe Appenzellerland, bestehend aus Schweizern und Asylsuchenden, ist noch in der Aufbauphase. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen!

Wer möchte im Appenzeller Vorderland aktiv werden?