So beklagt der Thurgau jetzt sein jüngstes «Sorgenkind»: Nämlich, dass sich 3 Gemeinden zusammengeschlossen haben, und alle ihnen zugewiesenen Asylsuchenden gemeinsam, seit diesem Februar, in einer Zivilschutz-Anlage in Rickenbach untergebracht haben. Dabei handelt es sich bisher um 10 Männer aus Sri Lanka, die noch im Verfahren sind, und nicht etwa um Nothilfe-Bezüger. Und vermutlich sollen noch ein bis zwei weitere Männer dazu kommen… von weiteren «interessierten» Gemeinden.
Die ZVA wurde unterteilt, und nur der kleinere Teil davon steht den Leuten zur Verfügung. Eine Duschmöglichkeit wurde eingebaut, 1 WC hat es, und eine WM wurde hingestellt. Das Essen ist ausserhalb zum selber Zubereiten. Es scheint den Gemeinden allerdings gutzuschreiben zu sein, dass sie sich offenbar vorab bemühten, eine andere Unterkunft zu finden, aber dies nicht möglich war. Und sie lassen sie jetzt möglichst an ihren Beschäftigungsprogrammen teilnehmen. Die Verantwortlichen gehen nun von einer längerfristigen Wohnsituation dort aus, obwohl schon eine einfache Anfrage Anfang 2009 und deren Beantwortung durch den RR im März 2009 ergeben hat, «…dass ZVA nur eine kurzfristige Wohn-Notlösung für Asylsuchende darstellen können…».
Wie in vielen Fällen wurde auch in diesem zuletzt genannten jetzt «von aussen» interveniert. Sehr häufig werden diese Engagements vom Erfolg gekrönt. Doch es werden bestimmt noch viele weitere solcher und ähnlicher Interventionen folgen müssen. Das ist leider so.
Zum Glück gibt es denn auch im Thurgau noch viele engagierte Privatpersonen, die teilweise in div. Organisationen wieder zusammen vernetzt sind. Das Solidaritätsnetz ist hier jedoch (vorerst noch) nicht prioritär. Aber vielleicht ändert sich das ja bald.
Adressen der Durchgangsheime im TG (während dem Asylverfahren, ca. 1 Jahr)
Häberlinstr. 19, 8500 Frauenfeld, 052 720 77 72 (Zentrale)
Amriswilerstr. 35, 8570 Weinfelden, 071 622 39 92
Lindenstr. 24, 8370 Sirnach, 071 966 77 78
Florastrasse 5, 8580 Amriswil, 071 411 83 84
Kreuzstr. 3, 8590 Romanshorn, 071 463 34 07
St. Gallerstr. 99, 9320 Arbon
Bischofszell, Nothilfe Unterkunft
Neu: Flüchtlingsdienst der Peregrina für ANERKANNTE Flüchtlinge,
Kirchstr.3, 8583 Sulgen 071 642 18 10
Die Heime sind grundsätzlich offen und man kann sie ohne Anmeldung betreten um Kontakt mit den Bewohnern aufzunehmen. Man muss sich dabei selber den Bewohnern vorstellen und erklären, wer man ist und was man will. Die Heimleiter sind meistens am Vormittag von Montag bis Freitag anwesend (Frauenfeld den ganzen Tag). Wenn jemand gedenkt, regelmässige Besuche zu machen oder sogar “ein Programm” anbieten möchte, so ist es richtig, sich ihnen vorzustellen und zu besprechen, damit eine Zusammenarbeit entstehen kann.
Persönlichkeitsschutz
Das Heimpersonal hält sich an den Persönlichkeitsschutz und gibt grundsätzlich keine Auskünfte über Bewohner ohne deren Einwilligung, auch nicht bei deren Wegzug und/oder über die Umstände, oder das Wohin.



