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Eine Traurige Nachricht

Aktualisiert: 25. Juli

Abschied von Susann Jenny

Eine traurige Nachricht: Susann Jenny, ein Urgestein des Solidaritätsnetzes Ostschweiz, hat am 23. Juni diese irdische Welt verlassen.

Susann war bald nach seiner Gründung im Jahr 2004 eine prägende Gestalt des Solinetzes. Während im CaBi Antirassismustreff am 22. Nov. zum ersten Mittagstisch eingeladen wurde und bald auch erste Beratungen stattfanden, übernahm Susann alle Arten von Aufgaben. Dafür konnte sie einen Büroplatz in der Evang. Kantonalkirche nutzen. Sie erarbeitete sich gründliches Wissen über die Asylgesetze und administrativen Abläufe und setzte sich mit aller Kraft für die Anliegen vor allem der mit einem Nichteintretensentscheid betroffenen Geflüchteten ein. Sie war Mitglied der Koordinationsgruppe und beteiligte sich aktiv an vielen Aktionen, die das noch junge Solinetz unternahm, um auf die Misere vieler Geflüchteter (Unterkunft in Zivilschutzanlagen, die sie tagsüber verlassen mussten etc) aufmerksam zu machen.

Als dann 2011 das Solihaus eingeweiht wurde, war Susann dort im Büro anzutreffen, als Ansprechperson für alle erdenklichen Anliegen und Probleme. Mit der Gründung der Schule Integra stellte sich die Frage, wie Asylsuchende von ausserhalb der Stadt und ohne Einkommen zur Schule kommen könnten. Die Abgabe von Railchecks nach genauen Kriterien wurde eine weitere Aufgabe von Susann.

Für viele Asylsuchende war Susann ein Rettungsanker. Wenn sie einen Asylentscheid ungerecht fand, setzte sie alle Hebel in Bewegung, um das zu ändern. Und obwohl sie sich 2016 von ihrer offiziellen Tätigkeit verabschiedete, blieben Beziehungen bis zu ihrem Tod bestehen. Vor allem Frauen, welche entscheidende Hilfe erfahren hatten, standen Susann bei, als sie zunehmend gesundheitlich eingeschränkt war. Diese Menschen, aber auch wir, die wir mit Susann zusammengearbeitet und gemeinsam gekämpft haben, werden Susann nie vergessen.

Elisabeth Fehr







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