top of page

Geschichten sichtbar machen

Vielfalt feiern, Begegnungen ermöglichen und gleichzeitig an Menschen auf der Flucht erinnern: Dafür standen das Solidaritätsnetz Ostschweiz und das Solidaritätshaus St. Gallen am diesjährigen Fest der Kulturen gemeinsam in der Neugasse.


Der Anlass fand am 20. Juni statt – einem Tag mit besonderer Bedeutung. 2026 fielen der nationale Flüchtlingstag und der Weltflüchtlingstag auf dasselbe Datum. Während am Fest Musik, Essen, Sprachen und kulturelle Vielfalt gefeiert wurden, erinnerte der Flüchtlingstag daran, dass Millionen Menschen weltweit ihre Heimat verlassen mussten und Schutz suchen.


Diese beiden Seiten gehören zusammen: Wir freuen uns über die Vielfalt unserer Gesellschaft. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass Menschen nicht nur ankommen, sondern auch Sicherheit, Würde und Zugehörigkeit erfahren können.




Unsere Vernissage ist gewachsen


Mit unserem ERZÄHL-PLATZ griffen wir die Vernissage «Seit acht Jahren schlafe ich nie tief» vom vergangenen März nochmals auf. Besucher waren eingeladen, ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen zu Migration, Flucht, Zugehörigkeit, Rassismus und Diskriminierung festzuhalten.


Rund 30 Personen machten mit. Auf bunten Zetteln erzählten sie von Sorgen und Hoffnungen, vom Ankommen an einem neuen Ort, von ihren Wünschen für die Zukunft oder davon, was Zugehörigkeit für sie bedeutet.


Zu jedem Beitrag entstand ein Polaroid. Dabei konnten die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob sie sich porträtieren lassen oder lieber ein Symbolbild wählen wollten. Auf diese Weise wurde aus jeder Beteiligung ein kleines, persönliches Ausstellungsstück.





Die neuen Beiträge hängen inzwischen in unserem Büro. Dort ergänzen sie die ursprüngliche Vernissage und erinnern uns daran, wie viele unterschiedliche Erfahrungen hinter Begriffen wie Migration, Flucht oder Heimat stehen.





Ein Fest der Begegnungen


Trotz der sommerlichen Hitze kamen viele Menschen vorbei. Es entstanden wertvolle Gespräche mit Passant:innen, mit Vertreter:innen anderer Organisationen und unter den Mitwirkenden selbst. Auch zahlreiche bekannte Gesichter besuchten unseren Stand: Mitglieder, Freiwillige und frühere Engagierte. Sehr gefreut haben wir uns über das Wiedersehen mit mehreren ehemaligen Zivis.


Wir danken dem Team des Solihauses herzlich für die tolle Zusammenarbeit. Solche gemeinsamen Projekte stärken unsere Vernetzung und machen sichtbar, wie viel durch Kooperation entstehen kann.


Danke auch an alle, die mitgearbeitet, unseren Stand besucht, eine Geschichte beigetragen oder sich Zeit für ein Gespräch genommen haben. Wir hoffen, dass wir damit zugleich neue Menschen auf unsere Arbeit und die Möglichkeiten aufmerksam machen konnten, sich bei uns als Mitglied oder freiwillig zu engagieren.





Der ERZÄHL-PLATZ soll nicht hier enden. Wir möchten die Vernissage weitertragen und noch mehr Geschichten über Migration, Flucht, Zugehörigkeit, Rassismus und Diskriminierung sammeln. Kennst du einen passenden Ausstellungsort oder möchtest du uns einen Raum zur Verfügung stellen?

Wir freuen uns, von dir zu hören.


Weitere Eindrücke vom Fest der Kulturen:



 
 
 

Kommentare


bottom of page